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Arbeiten in Chur

Stossrichtungen:

  • Für Gewerbe, ICT- und Dienstleistungsunternehmen, wie auch für Gesundheits- und Bildungseinrichtungen werden ideale Voraussetzungen geschaffen
  • Verkehr und Arbeitsgebiete werden aufeinander abgestimmt
  • Um die Entwicklung in den Arbeitsgebieten besser zu koordinieren und deren Nutzung langfristig zu optimieren, werden die Arbeitsgebiete gemäss den formulierten Profilen weiterentwickelt

Ausgangslage

In der Stadt Chur sind rund 33000 Personen beschäftigt. Die Zahl der Arbeitsplätze ist damit hoch im Vergleich zur Zahl der Einwohnenden. Die hohe Anzahl an Beschäftigten unterstreicht die Bedeutung der Stadt Chur für den Wirtschaftsraum Bündner Rheintal und den gesamten Kanton Graubünden.
Die heutigen Arbeitsnutzungen befinden sich primär in den Arbeits-, Zentrums- und Mischgebieten. Ein Grossteil der reinen Arbeitsplatzgebiete liegt westlich der Plessur in den Gebieten Grossbruggen, Kleinbruggen und Rossboden. In diesen Gebieten ist vorwiegend das produzierende Gewerbe, also eher stark emittierende und flächenintensive Betriebe angesiedelt. Im Ortsteil Maladers liegen die Gewerbegebiete entlang der Arosastrasse im Gebiet Tummihügel und Parmäris. Im Ortsteil Haldenstein befinden sich die Arbeitsgebiete und die Mischgebiete am Siedlungsrand in der Nähe des Rheins. Dort sind KMU`s der Elektronik- und der Baubranche angesiedelt.
Das Stadtzentrum und das Zentrum Chur West zeichnen sich durch Angebote im Bereich Verkauf und Dienstleistungen aus. Die gemischt genutzten Gebiete funktionieren als Puffer zwischen den reinen Wohn- und Arbeitsgebieten. Namentlich die Gebiete Trist, Kleinbruggen, Welschdörfli und entlang der Wiesentalstrasse beheimaten sowohl diverse Kleingewerbe als auch Wohnnutzung. Eine hohe Bedeutung für den Arbeitsstandort Chur besitzen auch die Arbeitsstätten in den öffentlichen Zonen im Gesundheitsbereich, den Alters- und Pflegeheimen und den Spitälern im östlichen Stadtteil sowie die Bildungs- und Forschungseinrichtungen im Zentrum und Chur West.

Herausforderungen

Die Siedlungsentwicklung nach innen und die raschen Veränderungen in der Arbeitswelt durch Digitalisierung und Globalisierung stellen die bedeutendsten Herausforderungen der nächsten Jahre dar. Unbebaute Flächen sind nur wenige vorhanden und Erweiterungen sind nur beschränkt umsetzbar. Dies erfordert eine Entwicklung in bisher nicht haushälterisch genutzten Arbeitsgebieten. Industrielle Nutzungen können in Chur aufgrund der eingeschränkten Flächenverfügbarkeit sowie der kompakten Stadtstruktur und damit einhergehenden Einschränkungen der Lärm- und Geruchsemissionen kaum mehr angesiedelt werden.

Zielbild

Das Arbeiten findet auch künftig schwerpunktmässig an den heutigen Standorten statt. Damit die Arbeitsgebiete nachhaltig entwickelt und die Nutzung intensiviert werden kann, braucht es gebietsübergreifende Steuerungsmöglichkeiten. Diese unterstützen eine differenzierte Abstimmung der Arbeitsnutzungen sowohl untereinander, als auch mit anderen Nutzungen im Siedlungsgebiet.

  • Arbeitsgebiete werden entsprechend den Profilen entwickelt, um spezifische Nutzungen zu bündeln und zu lenken
  • Für die Bereiche Gesundheit, Bildung und ICT werden spezifische Voraussetzungen geschaffen
  • Flächenintensive Arbeitsnutzungen und publikumsorientiertes Gewerbe werden primär im Bereich der Autobahnanschlüsse angesiedelt
  • Arbeitsplatzintensive Nutzungen befinden sich an mit nachhaltigen Verkehrsformen gut erschlossenen Lagen
  • Verdichtungspotentiale bei flächenintensiven Arbeitsplatznutzungen werden gefördert
  • Um auf die rasch ändernden Nutzungsbedürfnisse reagieren zu können, wird eine möglichst nutzungsneutrale Gebäudestruktur angestrebt
Link zur Aufnahme der Infoveranstaltung

Weitere Informationen finden Sie im STEK-Bericht: Bericht Stadtentwicklungskonzept und Übersichtsplan als PDF-Download