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Freizeit

Stossrichtungen:

  • Die Freizeitinfrastruktur leistet einen Beitrag zur Lebensqualität und zur touristischen Attraktivität der Stadt Chur
  • Chur zeigt sich als attraktive, gut durchgrünte Wohnstadt mit Freizeitangeboten direkt vor der Haustür
  • Freizeitangebote mit überregionaler Ausstrahlungskraft und einmalige Naherholungsgebiete stärken Chur als Zentrumsstadt

Ausgangslage

Freizeitaktivitäten nehmen in unserem Leben einen immer höheren Stellenwert ein. Über die letzten Jahrzehnte hat eine richtiggehende Diversifizierung der Freizeitaktivitäten stattgefunden. Dabei zeigt sich eine Entwicklung weg von der organisierten Freizeitbeschäftigung, hin zu individuellen Freizeitaktivitäten. Mit der zunehmenden Mobilität werden Freizeitaktivitäten auch vermehrt ausserhalb des Wohn- resp. Arbeitsortes ausgeübt. Dieser Tendenz ist bei der Entwicklung der Freizeitangebote in der Stadt Chur Rechnung zu tragen.
Mit der steigenden Bedeutung des Freizeitsegments für unsere Gesellschaft und der bereits dargelegten Abhängigkeit zur Mobilität erhält die räumliche Verteilung von Anlagen und Orten der Freizeitgestaltung eine zentralere Rolle. Dabei sollen die Anlagen nutzungsspezifische Anforderungen erfüllen. Das Angebot soll sich über das Stadtgebiet verteilen und zeitlich soweit möglich, flexibel nutzbar sein. In der Stadt Chur sind dies vor allem Orte des öffentlichen Lebens, wie beispielsweise die Plätze in der Altstadt, die Sportanlagen in der Oberen Au, die Aulen, Turnhallen und Aussenanlagen der Schulhäuser, die Quaderwiese oder die Brambrüeschbahn. Das Freizeitsegment umfasst alle Orte der Stadt wo ein sozialer, kultureller, sportlicher und touristischer Austausch erfolgt.

Herausforderungen

Viele Freizeitaktivitäten unterliegen einem permanenten Wandel. Trotzdem gilt es im Hinblick auf die verkehrstechnischen Auswirkungen die richtigen Eckwerte zu setzen. Dabei sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um situativ reagieren zu können. Da Freizeitaktivitäten unter anderem auch im Widerspruch zueinander stehen können, gilt es diesem mit der räumlichen Verortung soweit als möglich zu begegnen. Eine weitere Herausforderung stellt die bauliche Verdichtung im Siedlungsgebiet und der damit einhergehende Druck auf Freiräume dar.

Zielbild

Um ein möglichst breites Spektrum an Freizeitaktivitäten in Chur abdecken zu können, werden insbesondere folgende Handlungsfelder definiert.

  • Bei Anlagen und Flächen wird eine Synergienutzung angestrebt.
  • Die Freizeitangebote sind an das ÖV-Netz angebunden und gut erreichbar für den Fuss- und Veloverkehr.
  • Die Umsetzung der einzelnen Standorte (übergeordnete Freiräume) hat im gesamtstädtischen Kontext zu erfolgen.
  • Sich eröffnende Chancen für die Realisierung von quartiersbezogenen Freiräumen werden genutzt, sowohl auf öffentlichen, wie auch auf privaten Flächen.
  • Die Freiraumverbindungen werden qualitätsvoll ausgestaltet, sodass sie der Freizeitnutzung dienen.
  • Grosse Events sind auf das Stadtzentrum und die Obere Au zu konzentrieren.
  • Die Gastronomie-Angebote konzentrieren sich auf das Stadtzentrum und Chur West.
  • Die touristischen Nutzungen finden hauptsächlich im Stadtzentrum und bei der Brambrüeschbahn statt.
  • Ein attraktives Angebot an dezentral verteilten Räumen (für private und organisierte Anlässe) ist niederschwellig nutzbar.
  • Attraktive und gezielte Wegführungen in den einzelnen Naherholungsgebieten gewährleisten die Besucherlenkung und verhindern Nutzungskonflikte.
  • Im Gebiet Oldis soll aus dem Baggersee ein zusätzlicher Naherholungsraum geschaffen werden.
  • Der Siedlungsrundweg wird attraktiv ausgestaltet und die Ortsteile Araschgen, Maladers und Haldenstein werden daran angeknüpft.
Link zur Aufnahme der Infoveranstaltung

Weitere Informationen finden Sie im STEK-Bericht: Bericht Stadtentwicklungskonzept und Übersichtsplan als PDF-Download