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Mobilität

Stossrichtungen:

  • Chur ist gut erreichbar und verfügt über ein sicheres und stadtgerechtes Verkehrssystem
  • Chur behandelt transporteffiziente und nachhaltige Verkehrsformen prioritär
  • Chur reduziert Verkehrsemissionen und hält Stadt- und Lebensqualität auf hohem Niveau

Ausgangslage

Die Stadt Chur als Kantonshauptort sowie als Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum des Kantons Graubünden kennt, wie alle grösseren Schweizer Städte, das Dilemma zwischen Siedlungsentwicklung, Verdichtung, effizienter Erschliessung und den daraus resultierenden Verkehrsbelastungen. Im Vergleich zu anderen Schweizer Städten und Agglomerationen weist Chur einen überdurchschnittlichen Anteil an Veloverkehr auf: Rund 10 Prozent aller Wegetappen werden in Chur mit dem Velo zurückgelegt. Zudem verfügt Chur gemäss einer repräsentativen Umfrage über die zufriedensten Fussgängerinnen und Fussgänger der Schweiz. Der Bahnhof schliesst die Stadt Chur ans übergeordnete Bahn- und Postautonetz und damit an die verschiedenen umliegenden Zentren innerhalb und ausserhalb des Kantons an. Der motorisierte Individualverkehr geniesst aktuell trotz attraktivem ÖV-, Velo- und Fussverkehrsangebot einen hohen Stellenwert. An der A13 gelegen ist die Stadt heute über die beiden Anschlüsse Chur Nord und Chur Süd an die Autobahn und damit an das nationale Netz angebunden. Die beiden Einfallsachsen Masanserstrasse und Kasernenstrasse, welche den Verkehr ab den beiden Autobahnanschlüssen in die Stadt leiten, sind in den Hauptverkehrszeiten stark aus- und teilweise überlastet. Damit sind negative Auswirkungen auf die Umwelt und die Lebensqualität in der Stadt verbunden.
In den letzten Jahren hat sich in Chur siedlungs- und verkehrsplanerisch einiges bewegt. Die Entwicklung im Raum Chur West mit neuen Verkehrserschliessungen ist fortgeschritten und im Stadtzentrum werden Massnahmen zur Aufwertung der Strassenräume umgesetzt. Dennoch kommt es auf dem Churer Strassennetz in den Stosszeiten zu Überlastungen, die neben dem Autoverkehr auch den öffentlichen Busverkehr und den Velo- und Fussverkehr beeinträchtigen.

Herausforderungen

Die Siedlungsentwicklung nach innen erhöht den Bedarf zur nachhaltigen Abstimmung von Siedlungsentwicklung mit dem Verkehrsaufkommen. Die digitale Vernetzung von Nutzer/-innen, Diensten, Fahrzeugen und Infrastruktur wird zum wichtigsten Element. Im Fokus der künftigen Mobilitätswelt steht damit die gesamte Mobilitätskette und nicht mehr nur einzelne Verkehrsträger und -mittel. Wichtigste Mobilitätstreiber bleiben Arbeit und Freizeit.

Zielbild

Gesamtmobilität

  • Nachhaltige Verkehrsformen werden im Stadtgebiet bevorzugt behandelt
  • Die Bahnhöfe in den Zentren und die Quartierorte werden zu wichtigen Mobilitätsdrehscheiben

Öffentlicher Verkehr

  • Das Angebot des öffentlichen Verkehrs wird erweitert und verdichtet
  • Die Anbindung der Quartiere und Ortsteile an die Zentren wird gestärkt und eine Verbindung zwischen den Zentren mit selbstfahrenden Fahrzeugen geprüft

Velo- und Fussverkehr

  • Das Velo- und Fussverkehrsnetz wird ausgebaut und Lücken geschlossen
  • Velo- und Fussverkehr werden in Entwicklungsprojekte miteinbezogen

Stadterschliessung

  • Die Stadterschliessung erfolgt über die Umfahrung, dafür werden verschiedene Varianten geprüft

Strassenräume

  • Die Hauptstrassen werden zu attraktiven Stadträumen aufgewertet
  • Neben- und Quartierstrassen werden zugunsten einer hohen Aufenthalts- und Lebensqualität weiterentwickelt
Link zur Aufnahme der Infoveranstaltung

Weitere Informationen finden Sie im STEK-Bericht: Bericht Stadtentwicklungskonzept und Übersichtsplan als PDF-Download